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​Neurowissenschaft trifft Praxis – mein Weg von der Forschung in die Therapie

Dr. rer. nat. Vanya Stoilova Eckert, M.Sc.-Psych.

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Schon während meines Psychologiestudiums war für mich klar, dass mein besonderes Interesse den Neurowissenschaften gilt. Während viele meiner Mitstudierenden ihren Schwerpunkt in der Klinischen Psychologie sahen, zog es mich zur Kognitiven Neurowissenschaft – aus einer ausgeprägten Begeisterung für Forschung und der Frage, wie sich Erleben und Verhalten aus der Funktionsweise des Gehirns heraus verstehen lassen.

 

Diese wissenschaftliche Neugier führte mich zunächst an die Universitätsmedizin Mainz, wo ich über mehrere Jahre in Forschung und Lehre tätig war. Im Rahmen meiner Promotion in den Neurowissenschaften beschäftigte ich mich  intensiv mit neurophysiologischen Fragestellungen sowie den Zusammenhängen zwischen neuronaler Aktivität und Verhalten.

 

Gerade die Grundlagenforschung hat meine Art zu denken nachhaltig geprägt. Sie hat mich gelehrt, genauer hinzusehen, vermeintlich Selbstverständliches zu hinterfragen und Zusammenhänge nicht nur oberflächlich, sondern möglichst präzise zu verstehen. Mir reicht es bis heute nicht zu wissen, dass eine Methode wirkt. Mich interessiert auch, warum sie wirkt, welche Prozesse dabei beeinflusst werden und was sich dadurch verändert.

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Lange Zeit war für mich klar, dass ich auch nach meiner Promotion in der Forschung bleiben würde. Dann kam ich eher zufällig mit Neurofeedback in Berührung. Ein Nachbarskind mit ADHS und Lernstörungen erhielt eine Neurofeedback-Behandlung und begann sich spürbar zu verbessern. Meine wissenschaftliche Neugier war geweckt. Ich begann nachzufragen und begleitete die Familie schließlich auch zur Therapie, um mir von dem behandelnden Therapeuten genauer erklären zu lassen, wie das Verfahren funktioniert und was dabei beeinflusst wird.

Das faszinierte mich. Zum ersten Mal begegnete mir ein therapeutischer Ansatz, der neurowissenschaftliche Zusammenhänge so direkt mit praktischer therapeutischer Arbeit verband. Genau darin erkannte ich etwas, das mir in der Grundlagenforschung zunehmend gefehlt hatte: wissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur zu verstehen, sondern damit unmittelbar Menschen helfen zu können.

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Aus dieser Begegnung entwickelte sich schließlich der Entschluss, meinen beruflichen Schwerpunkt neu auszurichten und selbst therapeutisch mit Bio- und Neurofeedback zu arbeiten.

 

Meine Ausbildung zur Bio- und Neurofeedback-Therapeutin absolvierte ich bei der Deutschen Gesellschaft für Biofeedback e. V. Dabei habe ich mich umfassend sowohl mit den theoretischen Grundlagen als auch mit der praktischen Anwendung verschiedener Bio- und Neurofeedback-Verfahren beschäftigt.

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Meine Arbeit ist analytisch und wissenschaftlich fundiert – aber Therapie findet für mich immer zwischen Menschen statt. Deshalb gehören Empathie, Offenheit und auch Humor genauso dazu wie fachliche Präzision.

Und weil sich Wissenschaft und therapeutische Möglichkeiten kontinuierlich weiterentwickeln, ist Fortbildung für mich kein optionaler Zusatz, sondern ein selbstverständlicher Bestandteil verantwortungsvoller Arbeit. Neue Methoden und Erkenntnisse integriere ich dort, wo sie fachlich fundiert sind und für meine Patientinnen und Patienten einen echten Mehrwert bieten können.

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So verstehe ich meine Arbeit als Verbindung zweier Perspektiven: als Psychologin mit neurowissenschaftlicher Expertise und als Therapeutin, die den Menschen hinter den Beschwerden sehen und verstehen möchte.

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